Mein Kind kann es eigentlich, aber bei der Klassenarbeit ist alles weg

Viele Eltern kennen diese Situation:

„Zu Hause konnte mein Kind das noch.“

Beim Lernen wurde gerechnet, Vokabeln wurden abgefragt und die Aufgaben schienen zu funktionieren. Doch dann kommt die Klassenarbeit und plötzlich sind selbst Dinge, die vorher geklappt haben, nicht mehr abrufbar.

Für Eltern ist das oft schwer zu verstehen. Und auch für das Kind selbst ist es frustrierend.

Schnell entsteht der Gedanke:

„Ich kann das einfach nicht.“

Doch das stimmt nicht unbedingt.


Wissen zu haben und es abrufen zu können sind zwei verschiedene Dinge

Beim Lernen zu Hause ist die Situation meistens ruhig und vertraut.

Das Kind:
• kennt viele der Aufgaben bereits
• kann zwischendurch nachfragen
• bekommt manchmal Hinweise
• kann etwas noch einmal nachschauen

In einer Klassenarbeit sieht die Situation ganz anders aus.

Die Aufgaben sind möglicherweise anders formuliert, die Zeit läuft und es gibt niemanden, der kurz einen Hinweis geben kann. Dazu kommt bei vielen Kindern die Anspannung, die eine Prüfung mit sich bringt.

Gerade Kinder mit ADHS, LRS oder Dyskalkulie können dadurch schneller den Überblick verlieren oder Schwierigkeiten haben, vorhandenes Wissen im richtigen Moment abzurufen.

Deshalb reicht es nicht immer aus, den Stoff einfach noch einmal durchzugehen.


Lernen sollte auch auf die Prüfung vorbereiten

Eine gute Vorbereitung bedeutet nicht nur, bekannte Aufgaben immer wieder zu wiederholen.

Ein Kind sollte auch lernen:
• selbstständig zu erkennen, was gefragt ist
• unterschiedliche Aufgabentypen zu bearbeiten
• ohne direkte Hilfestellung weiterzukommen
• mit unbekannten Formulierungen umzugehen
• sein Wissen unter Zeitdruck abzurufen

Deshalb kann es sinnvoll sein, Aufgaben gelegentlich wie in einer echten Klassenarbeit zu bearbeiten.

Ohne Hinweise, ohne Nachschauen und mit einer klaren Zeitvorgabe.

Dabei zeigt sich häufig schon vor der eigentlichen Prüfung, an welchen Stellen noch Unsicherheiten bestehen.

Und genau das ist der entscheidende Vorteil:
Man kann daran arbeiten, bevor die Note feststeht.


Fehler sind dabei kein Problem

Wenn eine Aufgabe beim Üben nicht funktioniert, ist das zunächst einmal eine wichtige Information.

Wir schauen dann gemeinsam:

• Wurde die Aufgabe nicht richtig verstanden?
• Wurde etwas übersehen?
• War die Rechenstrategie nicht klar?
• Fehlt noch Sicherheit beim Anwenden?
• War die Konzentration in diesem Moment das Problem?

So wird aus einem Fehler eine Möglichkeit, gezielt weiterzuarbeiten.

Denn das Ziel sollte nicht sein, dass ein Kind kurz vor der Klassenarbeit möglichst viel auswendig kann.

Es sollte lernen, sein Wissen auch dann abzurufen und anzuwenden, wenn eine Aufgabe etwas anders aussieht als beim Üben.

Das schafft Sicherheit.

Und diese Sicherheit kann einen großen Unterschied machen, wenn es darauf ankommt.


Lernstrategien, die im Alltag funktionieren

Bei Nachhilfe Bakis in Baunatal geht es deshalb nicht nur darum, Schulstoff zu wiederholen.

Wir unterstützen Schülerinnen und Schüler mit individuellen Lernstrategien – besonders bei ADHS, LRS und Dyskalkulie.

Dabei arbeiten wir unter anderem an:
• Konzentration
• Lernstruktur
• selbstständigem Arbeiten
• passenden Lernmethoden
• gezielter Vorbereitung auf Klassenarbeiten und Prüfungen

Gemeinsam mit dem Kind schauen wir, welche Lernmethoden wirklich funktionieren und wie es das Gelernte auch in einer Klassenarbeit sicher anwenden kann.

Unser Ziel ist deshalb nicht nur eine kurzfristig bessere Note.

Kinder sollen Schritt für Schritt mehr Sicherheit entwickeln, selbstständiger lernen und verstehen, wie sie mit schwierigen Lernsituationen umgehen können.